deutschenglishfrancaiseitaliano
UCI Road World Chamionships
HOME NEWS SHOP STRECKEN TICKETS PROGRAMM SPONSOREN
NEWS
Kohl schafft Sensation! 11.06.06
(sport.orf.at) Der Niederösterreicher Bernhard Kohl hat am Sonntag die Dauphine-Rundfahrt auf Rang drei beendet und damit den bisher größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Der Profi aus dem T-Mobile-Team hielt auf der vom Norweger Thor Hushovd im Sprint gewonnenen Schlussetappe von Saint-Jean-de-Maurienne nach Grenoble seinen Podestplatz.

Der Tour-Gesamtsieg ging an den US-Amerikaner Levi Leipheimer vor dem Franzosen Christophe Moreau. Peter Luttenberger wurde 73., Peter Wrolich beendete die Rundfahrt auf Platz 104.

Kohl erreichte damit nach ProTour-Punkten gemessen die wertvollste Platzierung eines Österreichers (35 Punkte) seit Georg Totschnigs siebentem Gesamtrang in der Tour de France 2004 (40). Totschnigs Tour-Etappensieg im Vorjahr hatte "nur" zehn Punkte gebracht.

Einfach geil

(sport1.at) Mit Rang drei in der Gesamtwertung der 58. Dauphine Libere sorgt Bernhard Kohl (T-Mobile) für eine veritable Sensation.

Der 24-jährige Wolkersdorfer klettert Rad an Rad mit den Topstars die legendärsten Berge hoch. Im Zeitfahren präsentiert er sich stärker denn je.

Das mussten auch seine Kapitäne Oscar Sevilla (SPA) und Eddy Mazzoleni (ITA) akzeptieren, die kurzerhand zu Wasserträgern degradiert wurden.

Im Sport1-Interview spricht Kohl über die eigene Leistung, Reaktionen, perfektes Teamwork und die Tour de France.

Sport1: Wenn du die Eindrücke der vergangenen Tage kurz Revue passieren lässt...

Kohl: Das Ganze war unglaublich. Nimm nur die Königsetappe über den Galibier her. Da ging es von Beginn an zur Sache. Der Schnitt lag bei über 38 km/h. Für so eine Bergetappe ist das richtig schnell. Dass ich am Schluss trotzdem noch die Körner gefunden habe und so gut nach La Toussuire hoch gefahren bin, war für mich selbst überraschend. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es so super laufen würde.

Sport1: Was bedeutet dieser Erfolg für dich?

Kohl: Für mich wird sich im Endeffekt nicht viel verändern. Ich bin und werde der gleiche Mensch bleiben, der ich davor war. Aber keine Frage, es ist schön und ein geiles Gefühl, wenn man im Kreis der Weltspitze dabei ist.

Sport1: Die Dauphine gilt traditionell als die Generalprobe für die Tour de France. Was sagt dir das?

Kohl: Daraus schöpfe ich enorme Motivation. Ich wusste zwar, dass ich stark bin. Dass ich aber bei einer so großen Rundfahrt mit dieser Fülle an prominenten Startern in der Spitze mitfahren kann, das hätte ich mir beim besten Willen nicht erwartet. Vielleicht in zwei oder drei Jahren. Aber schon jetzt? Einfach unglaublich. Mir fehlen die Worte. Ich es einfach nicht fassen.

Sport1: Du hast Leute wie Mentschow, Mancebo, Sevilla und wie sie alle heißen hinter dir gelassen.

Kohl (lacht): Schau dir die Ergebnisliste mal an. Durch die Bank große Stars, die Creme de la Creme des Profi-Radsports. In dieser Liste bin ich der einzige, der aus der Reihe tanzt. Mein Name passt da irgendwie überhaupt nicht dazu. Ich hab gehört, dass die beste Platzierung eines Österreichers hier bislang Luttenbergers achter Rang war. Das sagt alles.

Sport1: Spürst du die Anerkennung, die dir deine Gegner entgegen bringen?

Kohl: Nicht erst jetzt. Schon während der gesamten Saison. Schon seit der Kalifornien-Rundfahrt, wo ich bergauf super mitgefahren bin. Man kommt mit den arrivierten Stars gleich besser und leichter ins Gespräch. Sie gratulierten mir auch bei der Dauphine und bestätigten, welch große Leistung das gewesen ist.

Sport1: Was sagt der T-Mobile-Stab zu deinen Leistungen?

Kohl: Sie waren richtig überrascht, hätten nicht gedacht, dass ich tatsächlich so weit vorne mitfahren kann. Unsere Kapitäne waren Oscar Sevilla und Eddy Mazzoleni. Ich selbst war nur als Joker vorgesehen und hätte den beiden in den Bergen helfen sollen. Aber das Rennen hat sich dann Gott sei Dank anders entwickelt.

Sport1: Guter Nährboden für Rivalitäten innerhalb der Mannschaft...

Kohl: Nein. Sevilla und Mazzoleni haben mich wirklich toll unterstützt, gute Arbeit geleistet, Flaschen geholt und mich aus dem Wind gehalten. Außerdem war Oscar am vorletzten Tag in der Spitzengruppe, wodurch ich hinten nichts machen musste. Wir sind eben ein Team. Und ohne Team geht es nicht. Das passt genau.

Sport1: Könntest du Jan Ullrich bei der Tour de France nicht helfen?

Kohl: Das kann ich mir gut vorstellen, vor allem in den Bergen. Die Tour würde mich auch reizen. Aber ich bin für die Österreich-Rundfahrt vorgesehen und daran wird sich eher nichts ändern. Zumindest hätte ich von der Teamleitung noch nichts anderes gehört. Ich schätze, dass es dabei bleibt.

Sport1: In Österreich wärst du wohl zweifellos der Top-Favorit auf den Gesamtsieg.

Kohl: Wenn ich diese Form halten kann, ja. Wenn ich krank werde oder stürze, könnte sich das Blatt rasch wenden. Aber in der aktuellen Verfassung und mit dem Selbstvertrauen, das ich mir bei der Dauphine geholt habe, muss ich in Österreich absolut niemanden fürchten. Da kann ich schon einiges erreichen.

Sport1: Wie würdest du reagieren, wenn du kurzfristig nach Frankreich geschickt wirst?

Kohl: Erstens wüsste ich davon bis dato noch überhaupt nichts, zweitens würde ich nicht nein sagen. Ich glaube aber nicht, dass es so weit kommen wird. Wir haben nämlich so viele gute Leute, die sich speziell auf die Tour vorbereiten. Wenn sie beginnt, werden diese Fahrer in Topform sein und besser als ich. Daran habe ich nie gezweifelt.

Sport1: So unterschiedlich kann der Formaufbau nicht sein, wenn die Rundfahrten zeitgleich beginnen.

Kohl: Das ist richtig. Nur bin ich schon jetzt in Bestform. Das will ich erst gar nicht bestreiten (grinst), sonst wäre ich ein bisschen überheblich. Doch die Saisonplanung sah vor, dass ich ab jetzt bis zur Österreich-Rundfahrt auf höchstem Niveau fahre. Und dieser Plan ist wie die Ergebnisse beweisen perfekt aufgegangen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Sport1: Den Kampf um einen neuen Vertrag hast du jedenfalls vorzeitig gewonnen?!

Kohl: Mit diesen Ergebnissen muss mir wirklich nicht bange sein. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass mehrere Angebote kommen. Im Augenblick sind meine Karten also nicht so schlecht, auch wenn T-Mobile immer mein erster Ansprechpartner bleibt, weil sie es waren, die mir die Chance gegeben und an mich geglaubt haben - hier fühle ich mich wohl. Wie auch immer, dieses Thema wird erst nach der Tour de France aktuell.

Mitglieder OK RAD-WM
   
    
OK RAD WM 2005/06  |  Schloss Mirabell  |  A 5024 Salzburg
Tel. +43 (0) 662 / 2005 06  |  Fax +43 (0) 662 / 2005 06-44
info@salzburg-2006.com

Gewinner

Verlosung Jedermann-Charity-Radfahrt und WM-Besucherzentren:

Gewinner Corratec Fahrrad:

Der Losbesitzer mit der Nr. 876 hat bei unserem Gewinnspiel im Rahmen der Rad WM sein Preis, das Corratec Rad, noch nicht eingelöst.

Weitere Preise die noch nicht eingelöst wurden:

 3.358 und 3.345 jeweils 2 Fahrradreifen von Vredestein

Diese offenen drei Preise können bis zum 31. Oktober 2006 bei uns eingelöst werden. Gewinner können sich per Mail unter office@powermoderator.com Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  melden.

LIVE-Ticker
Während der Rad WM können sie alle Rennen bequem im Internet mitverfolgen. Der offizielle Live-Ticker-Partner ist Sport1.at
GRUSSWORT
Dr. Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg:

Spannend, herausfordernd und zugleich eine große Chance – das ist die UCI Straßen Rad Weltmeisterschaft für Salzburg...

design & concept by conova communications
ADVERTISEMENT