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Fedrigo beendet Flucht erfolgreich, Totschnig erstmals Top fünf 16.07.06
(sport1.at) Unbeeindruckt von der leichten Sehnenentzündung im rechten Knie hat Georg Totschnig am Sonntag bei der Tour de France Offensiv-Geist bewiesen. Der Tiroler attackierte in der letzten Steigung der 180-km-Etappe von Montelimar nach Gap und sicherte sich nach der folgenden neun Kilometer langen Abfahrt Rang fünf.

Commesso auf Rang zwei
Als Sieger ließ sich der Franzose Pierrick Fedrigo vor Salvatore Commesso (ITA) feiern. Drei andere Mitglieder der Spitzengruppe stürzten schwer: Rik Verbrugghe erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels, David Canada einen Bruch des rechten Schlüsselbeins.

Vor dem zweiten Ruhetag am Montag behielt der Spanier Oscar Pereiro das Gelbe Trikot, das er am Vortag mit einem unerwarteten Coup als Mitglied einer 29:57 voranliegenden Spitzengruppe erobert hatte.

"Jetzt probiere ich was"
Er hat nach dem 14. Abschnitt und vor den drei Alpenetappen (Dienstag bis Donnerstag) 1:29 Minuten Vorsprung auf den US-Amerikaner Floyd Landis und 2:30 auf den viertplatzierten "Pyrenäen-König" Denis Mentschow (RUS). Totschnig blieb mit 8:16 Minuten Rückstand weiter 17. Für Totschnig, der seinen zweiten Top-Ten-Rang nach Platz sieben in Valkenburg erreichte, hat sich am Ende alles zum Guten gewendet. "Ich wollte eigentlich in eine Ausreißergruppe gehen, aber anfangs habe ich mich gar nicht gut gefühlt", sagte der 35-Jährige. "Doch am letzten Berg habe ich mir gedacht, jetzt probiere ich was."

"Rechtzeitig reagiert"
Er hatte in der langen Abfahrt zum Ziel die beste Position, wenige hundert Meter vor der Linie setzte sich aber Christian Vandevelde (USA/0:03 hinter Fedrigo) ab, auch Christophe Moreau platzierte sich zeitgleich (+0:07) vor ihm. Fast wären die Verfolger noch an das Spitzenduo herangekommen. Die Sehnenentzündung sollte Totschnig keine Probleme bereiten. "Anfangs habe ich etwas gespürt, behindert hat es mich aber nicht", sagte der Zillertaler. "Ich hoffe, dass es nicht schlimmer wird, wir haben jedenfalls rechtzeitig reagiert." Das etwas verschobene Becken, der Auslöser, wurde wieder gerade gerückt, dazu bekam Totschnig ein Schmerzmittel und über Nacht einen Topfenwickel.

Erinnerung an Beloki
Vor drei Jahren hatte Joseba Beloki, der Tour-2. von 2002, in der Abfahrt von einem Pass kurz vor Gap (Col de la Sentinelle/2. Kategorie) einen Oberschenkelhalsbruch erlitten und der nachfolgende Lance Armstrong hatte über ein Feld ausweichen müssen, um einen Sturz zu vermeiden. Diesmal erwischte es drei Fahrer rund 30 Kilometer früher. Verbrugghe rutschte in einer Rechtskurve weg, die Nachfolgenden mussten bremsen und so kamen auch Canada und der Deutsche Matthias Kessler zu Sturz, der spektakulär über die Leitschiene flog, aber glimpflich davonkam.

Ohne zu stürzen gaben Ex-Roubaix-Sieger Magnus Backstedt (SWE) und Mirko Celestino (ITA) auf, Ex-Giro-Sieger Gilberto Simoni (ITA) büßte 20 Minuten ein.

Gerolsteiner-Manager Holczer: "Für Georg ist noch alles offen!"

Die Gerolsteiner-Mannschaft meldete sich auf der Königsetappe der Tour de France, die nach vier Bergen mit einer Bergankunft endete, eindrucksvoll zurück. Der US-Amerikaner Levi Leipheimer, der am Vortag noch schwächelte, belegte den zweiten Rang. Georg Toschnig verpasste die Top Ten knapp, hielt sich alle Türen offen.

Teammanager Hans Michael Holczer im Sport1-Interview über den Verlauf, Leipheimers Leistungssteigerung, die neue Rollenverteilung, Georg Totschnigs Chancen und die Favoriten auf den Gesamtsieg der 93. Auflage.

Sport1: Herr Holczer, die Königsetappe verlief aus Sicht des Gerolsteiner-Teams ein bisschen überraschend. Hätten sie mit diesem Ausgang gerechnet?

Holczer: Nein. Ich war angenehm überrascht. Denn am Vortag sah es nicht unbedingt danach aus, als ob wir uns so stark präsentieren könnten. Typisch für den ersten Tag in den Bergen. Da erkennt man Vorzeichen, die sich, wenn es richtig zur Sache geht, als falsch herausstellen. Das passiert nicht oft, aber diesmal Gott sei Dank schon.

Sport1: Wie erklären sie sich die plötzliche Leistungssteigerung eines Levi Leipheimer, der sowohl im Zeitfahren als auch in den Bergen Probleme hatte?

Holczer: Ich finde dafür keinerlei Erklärung. Erst dachte ich, er sei mit der Favoritenrolle nicht zurecht gekommen, nervös geworden. Das wies er weit von sich. Mein anderer Verdacht: Verpeilt. Dass er also absolut zu früh in Form gewesen sei. Vor allem deshalb, weil er in den ersten Anstiegen Schwierigkeiten hatte. Nach dem gestrigen Bravourstück weiß ich, dass er zwar nicht im Zeitfahren in Form ist, aber die Form der Dauphine durchaus mitgenommen hat.

Sport1: Dass er kein Top-Zeitfahrer ist, war bekannt. Warum aber konnte er in den Pyrenäen das Tempo nicht halten?

Holczer: Das war so eine Anfangsgeschichte in den Bergen, wo der Rhythmus umgestellt werden musste. Wer weiß, vielleicht hat das Schlitzohr sogar absichtlich reißen lassen, um die anderen zu täuschen. Ich weiß es wirklich nicht. Wir haben für seine Schwächen bzw. für seine Leistungsexplosion einfach keine Erklärung.

Sport1: Was sagen sie zur Leistung von Georg Totschnig, der sich insgeheim sicher mehr ausgerechnet hatte?

Holczer: Georg fühlte sich schon am Vortag nicht super. Immerhin war er noch dabei, als die Spitzengruppe 20 Mann umfasste. Aber ich könnte nicht einmal sagen, ob er entäuscht ist oder nicht. Weil er immer noch in einer Ausgangsposition ist, die vieles offen lässt. Wer Georg kennt und weiß, wie er nach Alpe d'Huez hochfahren kann, wird mir zustimmen. Ich sehe die Situatíon in keiner Weise pessimistisch. Da geht noch was.

Sport1: Sofern ich das richtig interpretiere: Die Gesamtwertung ist nach den Pyrenäen nicht entschieden?

Holczer: Das Ding hier ist noch nicht fertig. Bis jetzt kristallisierte sich nur eine Struktur der Favoriten heraus. Es wird noch den einen oder anderen geben, der sich mit einer starken Leistung nach vorne schieben kann. Unter den Fahrern, die aktuell zwischen eins und zehn liegen, wir mancher enttäuschen. Andere Fahrer, die zwischen 10 und 20 liegen, werden sich noch steigern.

Sport1: Bestklassierter Fahrer ihres Teams ist Marcus Fothen. Wie sieht die interne Rollenverteilung nach den Pyrenäen aus?

Holczer: Komplett unverändert. Mit Totschnig und Leipheimer haben wir nach wie vor zwei Kapitäne. Hinzu kommt, dass wir jetzt ein Auge auf das Weiße Trikot werfen müssen. Ganz klar. Markus hat einen großen Vorsprung, den wir nicht irgendwie vergeigen wollen. Falls es aber nicht klappt, weil er in Bergen nicht mehr mithält - wonach es im Moment nicht aussieht, kann man nichts machen. Insgesamt hat sich unsere Marschroute also nicht verändert.

Sport1: Leipheimer und Totschnig sind also immer noch gleichberechtigte Kapitäne?

Holczer: Natürlich. Sie sind im Klassement nur sehr wenig auseinander. Im Moment erkenne ich absolut keine Notwendigkeit, an den Postitionen auch nur irgendwas zu verändern.

Sport1: Wer wird die Tour de France nach aktuellem Stand der Dinge gewinnen?

Holczer (lacht): Ich glaube, dass gestern das Podium gemeinsam ins Ziel gefahren ist. Aber einer von den Dreien wird es im Zeitfahren noch versauen. Mentschow und Landis werden in Paris vorne sein. Rang drei ist vakant. Das können durchaus Evans und Sastre, aber auch Klöden sein, der nur einen schlechten Tag hatte. In den Alpen kann das wieder ganz anders aussehen.

Sport1: Für Totschnig und Leipheimer ist der Zug Richtung Podium abgefahren?

Holczer: Ich denke schon. Diesbezüglich bin ich skeptisch. Ob der Rückstand wirklich schon zu groß ist, kann nicht sagen. Es kommt aber noch ein langes Zeitfahren, das dem Unternehmen Podium nicht unbedingt dienlich ist. Für die ersten Zehn wird es sicher reichen.

Das Gespräch führte Michael Fruhmann

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Verlosung Jedermann-Charity-Radfahrt und WM-Besucherzentren:

Gewinner Corratec Fahrrad:

Der Losbesitzer mit der Nr. 876 hat bei unserem Gewinnspiel im Rahmen der Rad WM sein Preis, das Corratec Rad, noch nicht eingelöst.

Weitere Preise die noch nicht eingelöst wurden:

 3.358 und 3.345 jeweils 2 Fahrradreifen von Vredestein

Diese offenen drei Preise können bis zum 31. Oktober 2006 bei uns eingelöst werden. Gewinner können sich per Mail unter office@powermoderator.com Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  melden.

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